Am 1. Januar 2015 startet das neue Lizenzsystem des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH). Der Prüfbericht des Verbandes liefert teilnehmenden Mitgliedsbetrieben die rechtliche Sicherheit für die CE-Kennzeichnung ihrer Bauprodukte und bestätigt die Einhaltung der BauBG-Anforderungen. Als erstes Unternehmen erhielt das Sägewerk Leiße aus Warstein die DeSH-Lizenzurkunde.

 

"Wir freuen uns, die erste Urkunde symbolisch an ein Unternehmen überreichen zu dürfen, das uns im Prozess zur CE-Kennzeichnung von Dachlatten von Anfang an begleitet hat. Der Praxisblick und das Know-how der Firma Leiße war eine große Unterstützung", sagte Norbert Buddendick, Geschäftsführer Markt und Produkte, bei der feierlichen Übergabe am 15. Dezember in Warstein.

Der Weg zum Lizenzsystem und damit zu mehr Sicherheit und Qualität bei Dachlatten sei ein weiter gewesen, erklärte Buddendick. Seit 2012 ist für tragend eingesetztes Bauschnittholz das CE-Zeichen verpflichtend. Für Dachlatten war lange jedoch keine Kennzeichnung möglich, da charakteristische Festigkeitswerte fehlten. Diese stellt der DeSH lizensierten Mitgliedsunternehmen nun in Form eines vom Verband beauftragten Prüfberichts der Technischen Universität München zur Verfügung. Mit Vorlage des Berichts bei den Zertifizierungsstellen erlangen die Sägewerke die rechtliche Sicherheit für die CE-Kennzeichnung.

Mit Erwerb der Lizenz erhalten die Sägewerke den Prüfbericht, eine Lizenzurkunde, Sortierplakate für Dachlatte S10 sowie eine Handreichung und Mustervorlage der Leistungserklärung und Gestaltung des CE-Zeichens.

Die lizensierten Unternehmen werden im Herstellerverzeichnis www.saegewerke.de und unter www.ce-dachlatte.de gelistet. Bereits über 40 Betriebe aus ganz Deutschland haben sich aktuell registriert und die notwendigen Unterlagen vom Verband erhalten. Interessenten können sich an die DeSH-Geschäftsstelle in Wiesbaden wenden.