Es ist hinlänglich bekannt, dass der aktuelle oder zukünftige Betreiber einer Beschichtungsanlage einer Vielzahl von gesetzlichen Regelungen unterliegt, die verschiedenste Verpflichtungen zur Folge haben.

In Publikationen wird einerseits immer wieder Angst vor Veränderungen und Verschärfungen geschürt, obwohl oft nur wenige Details geändert wurden, die nur wenige Betreiber betreffen. Auf der anderen Seite sind z.B. tatsächliche alle Übergangsfristen aus der VOC-Verordnung (31.BImSchV) für Beschichtungsanlage in der Holz- und Möbelindustrie abgelaufen, so dass die Vorgaben jetzt auch nachvollziehbar eingehalten werden müssen. Es ist unmöglich, an dieser Stelle alle zutreffenden Gesetze und Verordnungen zu behandeln, als wichtige Beispiele seien hier nur die Maschinenrichtlinie (MRL 2006/42/EG), die Industrieemissionenrichtlinie (IED 2010/75/EU) und die beiden ATEX-Richlinien (ATEX-Produkt-Richtlinie 94/9/EG und ATEX-Betreiber-Richtline 19992/92/EG) genannt. Europäische Richtlinien gelten in den Mitgliedstaaten der EU nicht unmittelbar, sondern müssen in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland finden sich die Anforderungen der MRL 2006/42/EG und der ATEX 94/9/EG im Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), speziell in der 9. und 11. Verordnung zum ProdSG. Die Umsetzung der IED 2010/75/EU erfolgt im Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), speziell in der 4., 9. und 31. Verordnung zum BImSchG. In der Betriebssicherheitsverordnung sind u.a. die Regelungen der ATEX 1992/92/EG in deutsches Recht umgesetzt worden. Außer den EU-Regelungen gibt es aber weiterhin nicht vereinheitlichte nationale Regelungen wie das Baurecht und das Wasserrecht, die Betreiber von Beschichtungsanlagen berücksichtigen müssen.