Holzbearbeitung

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Der Arbeitskreis Laubholz des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH) warnt in einem aktuellen Positionspapier vor weitreichenden Folgen des Kartellverfahrens in Baden-Württemberg für die Laubholzindustrie.

"Im Laufe der bisherigen Diskussion in Politik und Öffentlichkeit hat die Sichtweise der Laubholzbetriebe keine ausreichende Beachtung gefunden. Mit dem Papier möchten wir unsere Position deutlich und hörbar in das Verfahren einbringen", sagt Michael Nied, Sprecher für den Bereich Laubholz im Vorstand des DeSH.

 

Der Laubholzmarkt ist von den Ermittlungen des Bundeskartellamts zwar nicht direkt betroffen. Jedoch erscheint es unwahrscheinlich, dass künftig parallele Betreuungs- und Vermarktungsstrukturen für den Laub- und Nadelholzmarkt geschaffen werden.

Durch sinkende Betreuungsintensität und kleinteilige Strukturen infolge des Beschlusses würde sich die Rundholzversorgung deutlich verschlechtern und die innerbetrieblichen Kosten würden erheblich steigen, beklagt der Arbeitskreis. Aufgrund der Inhomogenität der Sortimente seien Laubholzbetriebe in besonderem Maße auf eine professionelle Bündelung und Bereitstellung angewiesen.

"Der Beschluss würde genau das Gegenteil dessen bewirken, was durch die Beseitigung von Wettbewerbsschranken eigentlich erreicht werden soll", erklärt Nied. Der Laubholzkreis ersucht das Bundeskartellamt daher von seiner Position abzurücken und die gegenwärtig praktizierte waldbesitzartenübergreifende Holzvermarktung in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern unbeanstandet zu lassen.

Die 34 Unterzeichner des Schreibens sind Mitglieder und Unterstützer des Laubholzkreises im DeSH. Die Unternehmen repräsentieren rund 75 Prozent des Laubholzeinschnittes in Deutschland und stellen über 1200 Arbeitsplätze.