Sechs Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF) haben Auszeichnungen des Bundesbauministeriums im Rahmen eines Pilotprojektes zur Nachhaltigkeitsbewertung von Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten. Staatssekretär Florian Pronold gratulierte dazu auf der BAU 2015 in München den Unternehmen Bau-Fritz,  Bien Zenker, Gussek Haus, Hanse Haus, SchwörerHaus und Weber Haus. Insgesamt sieben ihrer Häuser zählen zu den ersten zwölf nach dem neuen Standard zertifizierten Objekten und lagen durchweg mit „sehr gut“ oder „exzellent“ am oberen Ende der Bewertungsskala.

 

„Nachhaltiges Bauen hat das private Eigenheim erreicht. Dass Fertighaushersteller mit die ersten durch das BMUB ausgezeichneten Gebäude realisiert haben, unterstreicht einmal mehr die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit der Holzfertigbauweise“, sagt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, der das Pilotprojekt seiner Mitgliedsunternehmen begleitet hat. Darüber hinaus hat der BDF zahlreiche Kriterien der Nachhaltigkeitsbewertung in die für seine Mitglieder verpflichtende Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau eingeführt. Dieses Regelwerk wird seit 1989 kontinuierlich weiterentwickelt und stellt sicher, dass Fertighaushersteller nach den anerkannt anspruchsvollsten Standards arbeiten.

Mit der Nachhaltigkeitszertifizierung von Ein- und Zweifamilienhäusern des Bundes wird ein neues Kapitel im Wohnhausbau aufgeschlagen. Mit dem erfolgreichen Pilotprojekt wurde ein 18 Kriterien umfassender Bewertungskatalog anhand real gebauter Objekte in der Praxis erprobt. Die Hauptkriterien soziokulturelle und funktionale Qualität, ökonomische Qualität, ökologische Qualität und Prozessqualität umfassen den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Der so entwickelte Katalog soll im Anschluss an das Pilotprojekt als einfaches, kostengünstiges und marktfähiges Bewertungssystem am Markt eingeführt werden.

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Bild: Staatssekretär Florian Pronold (7. von rechts) zeichnet Fertigbau-Unternehmen für nachhaltiges Bauen aus. Rechts neben ihm Prof. Dr. Natalie Eßig, TU München, und BDF-Präsident Johannes Schwörer (mit Urkunde).
Foto: BMUB / Matthias Francke